Schiedsrichter - Jahreshauptversammlung 2014

17.05.2014 11:46 von Harald Späth

Jahreshauptversammlung der Handball-Schiedsrichter im Bezirk Gießen:
 
Berthold Schäfer und Wilfried Schäfer sind seit 45 Jahren Schiedsrichter / Zahl der Schiedsrichter im Bezirk Gießen von 438 in einem Jahr auf 412 zurück gegangen
 
(vk) Ehrungen, der Bericht des kommissarischen Schiedsrichterwarts Harald Späth mit Veränderungen im Arbeitskreis sowie der Bericht des neuen Schiedsrichter-Lehrwarts Tobias Lambmann waren die zentralen Punkte bei der Jahreshauptversammlung der Handball-Schiedsrichter des Bezirks Gießen, zu der Schiedsrichterwart Harald Späth nicht nur eine Reihe von Vertretern der Vereine des Bezirks sowie Ehrenschiedsrichter, Mitglieder des Bezirksspielausschusses und des Arbeitskreises Schiedrichter in den „Hüttenberger Bürgerstuben“ begrüßen konnte. Der Ehrenvorsitzende des Bezirks Norbert Münch hatte sich entschuldigt.
 
Für die Gemeinde Hüttenberg überbrachte in Vertretung von Bürgermeister Christof Heller der 1.Beigeordnete Reinhold Wiener die besten Wünsche „der handballbegeisterten Gemeinde“. Wiener, der seit Kindertagen mit dem Handball verbunden ist, beim TV 05/07 Hüttenberg  alle Jugendmannschaften durchlief und „sogar in einigen Spielen Bundesligaluft schnuppern“ durfte, war zwar nie ausgebildeter Schiedsrichter, hat aber als Zeitnehmer und Sekretär die Spielleitung der Schiedsrichter unterstützt. „Handball ist eine außergewöhnlich schöne Sportart. Aber es geht nicht ohne Schiedsrichter“, sagte Wiener.
 
Auch der 2.Vorsitzende des TV 05/07 Hüttenberg, Markus Happel, unterstrich die Wichtigkeit der Schiedsrichter. „Handball-Schiedsrichter müssen zehn Mal schneller als etwa Fussball-Schiedsrichter entscheiden, ich habe große Hochachtung vor der Leistung der Schiedsrichter“, so Happel weiter.
 
Harald Späth ging in seinem Bericht zunächst auf Veränderungen im AK (Arbeitskreis) Schiedsrichter und in der Ausbildung ein. 
 
Die Zahl der Handball-Schiedsrichter im Bezirk Gießen ist von 438 (28.4.2013) auf 412 (1.4.2014) zurück gegangen. 36 Anwärter haben die Prüfung bestanden. 17 Gespanne sind im Förderkader und vier Gespanne haben das Ziel im HHV (Hessischen Handball-Verband) Spiele zu leiten. Es werden Betreuer für die Schiedsrichter, die ihre ersten Spiele leiten gesucht, weil nur fünf Betreuer voll einsetzbar sind und fünf nur bedingt eingesetzt werden können. An den Hessischen Handball-Verband wurden 16 Gespanne gemeldet, die eigentlich 15,5 Gespanne sind, weil ein Schiedsrichter mit einem Kollegen im Gespann pfeift, der aus einem anderen Bezirk stammt. Zwei Gespanne sind gefährdet.
 
Dann konnte Harald Späth eine Reihe von Ehrungen für zum Teil langjährige Tätigkeit als Schiedsrichter vornehmen. Urkunden, Präsente bzw. Präsentkörbe wurden den zum Teil jahrzehntelang im Einsatz gewesenen Schiedsrichtern übergeben.
 
Seit zehn Jahren als Schiedsrichter tätig sind: Thomas Geck, Karl-Eckhard Reitz, Benjamin Scheld, Micha Wiener, Lena Klein, Hendrik Schaus und Emir Smailagic.
 
Seit 15 Jahren Schiedsrichter sind: Ulrich Pfaff, Günter Rau, Gerd-Rudolf Schütz, Christine Weinandt und Patrick Weinandt.
 
Seit 20 Jahren fungieren als Schiedsrichter: Felipe Carvalho, Holger Dahm, Marcus Eberhardt, Axel Laib, Andreas Nachtigall, Sascha Schmidt, Carsten Trittin, Joachim Vollbracht, Harald Späth und Eckhard Pfaff.
 
Seit einem Vierteljahrhundert im Einsatz als Schiedsrichter sind: Carsten Fiedler, Herbert Glaub, Michael Heinrichs, Frank Huhn, Lars Kimpel und Thilo Sonnenberg.
 
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Seit 30 Jahren sind Schiedsrichter: Gerd Becker, Wolfgang Müller, Andreas Pfaff, Erich Rohleder, Klaus Dieter Steinmüller, Bodo Schindel, Tobias Weyrauch.
 
35 Jahre Schiedsrichter sind: Rudolf Giolbas, Harald Weil.
 
Vier Jahrzehnte als Schiedsrichter im Einsatz sind: Kurt Allendörfer, Dieter Fenchel, Norbert Kreker, Jürgen Nowak und Jürgen Stäsch.
 
Für 45 Jahre als Schiedsrichter geehrt wurden Berthold Schäfer und Wilfried Schäfer, der aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend war, ausgezeichnet.
 
In Abwesenheit wurde Oskar Jäger, der im letzten Jahr für 50 Jahre als Schiedsrichter geehrt wurde, zum Ehrenschiedsrichter ernannt.
 
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Wie sieht die Zukunft im Bezirk für das Schiedsrichterwesen aus? Harald Späth informierte zunächst über Veränderungen im Lehrwesen. Am 18.Februar ist Schiedsrichter-Lehrwart Jürgen Baumann zurück getreten. Am 20.März wird Tobias Lambmann (Nidda) zum neuen Schiedsrichter-Lehrwart berufen. Am 24.April tritt Berthold Schäfer aus dem Schiedsrichter-Lehrwesen zurück. Am 28.April tritt Klaus Klingelhöfer zurück. Am 1.Mai sind Thomas Wolf und Christine Klein ins Schiedsrichter-Lehrwesen berufen worden.
 
Die Schiedsrichter-Lehrgänge ab 2014/15 werden für den Förderkader in einem theoretischen und praktischen Teil bei einem Turnier in Lich durchgeführt. Für die weiblichen Schiedsrichter gibt es einen Frauen-Schiedsrichter-Lehrgang mit Christine Klein. Weitere Lehrgänge werden von Tobias Lambmann, Thomas Wolf und Harald Späth abgehalten. Auch im Ansetzungsbereich für die Schiedsrichter zu den Spielen gibt es Veränderungen: Kurt Allendörfer gibt am 28.April bekannt, das er sein Amt aus Altersgründen niederlegt; Birgit Lindenstruth legt ebenfalls ihr Amt nieder. 
 
Angedacht ist, so Harald Späth, den Ansetzerbereich Mitte für Einzelschiedsrichter auf die beiden anderen Ansetzungsbereiche Nord und Süd zu verlegen.
 
Für den Bereich „Förderkader“ und „Neulingsanwärter“ (Gespanne) wird ein Ansetzer gesucht. Wie Späth abschließend erklärte, werden Schiedsrichter, Zeitnehmer/Sekretäre und Mitarbeiter im Bezirk weiterhin gesucht.
 
Schiedsrichter-Ansetzer Jürgen Strasheim sprach aus aktuellem Anlass die Ansetzungen der Qualifikationsrunde für die Jugendmannschaften an. Er appellierte an die Vereinsvertreter, „die Quali-Runde ernst zu nehmen, weil es für die Jugendmannschaften das wichtigste ist, wo sie in der neuen Saison spielen werden“. Demnach sind „die Hälfte der Gespanne bei mir nicht gemeldet“, sagte Strasheim, der darum bittet, die freien Termine an ihn zu melden. Die Quali-Runde geht noch bis 15.Juni 2014.
 
Dann stellte der neu berufene Schiedsrichter-Lehrwart Tobias Lambmann (Nidda) die Veränderungen im Lehrwesen vor. Das Team des Schiedsrichter-Lehrwesens setzt sich wie folgt zusammen: Jürgen Baumann, Christine Klein, Harald Späth, Tobias Lambmann und Thomas Wolf. Für die Schiedsrichter-Neulingsausbildung im Bezirk Gießen sind künftig zuständig Tobias Lambmann und Jürgen Baumann. Referenten bei den Schiedsrichter-Lehrgängen sind Thomas Wolf, Christine Klein, Harald Späth und Tobias Lambmann. „Wir werden sicher nicht das Rad neu erfinden“, sagte Lambmann und informierte über einige neuen Ideen bzw. Ansätze. Bei den Lehrgängen sollen die Lehrthemen ergänzt werden (aktuelle Vorkommnisse, häufige Fragen und Basisschulung), die Videosequenzen sollen Adressaten gerecht und aussagekräftig sein und für die Einzelschiedsrichter sind besondere Themen, Anpassung des Lehrthemas und Videomaterial vorgesehen. Wie bereits erwähnt wird der Lehrgang für den Frauenkader der Schiedsrichterinnen von Christine Klein geleitet. Dem Förderkader-Lehrgang soll einen Vorbereitungs-Lehrgang (Turnierform) vorgeschaltet werden, zudem sind Videoaufzeichnungen, Verbesserung der Betreuungseffizienz und Schwerpunktsetzung nach Kaderjahrgang vorgesehen.
 
Beim persönlichen Umgang / Kommunikation will Lambmann auf das Verhältnis Trainer-Spieler-Schiedsrichter (Fremdwirkung, Eigenwirkung und Zusammenarbeit der Trainer mit dem Schiedsrichter-Lehrwesen) verstärkt eingehen. 
 
Wenn Schiedsrichter „unter sich“ sind, sind „Offenheit“, „Bereitschaft“ und „Auftreten“ wichtig. Lambmann regte an, das Fragen, Probleme, Überlegungen, Denkanstöße oder auch Unterstützung an ihn gehen sollten wie überhaupt Themen aus dem Bereich der Schiedsrichter wie Ausbildung oder Regelecke, die aufgemöbelt werden soll, auf der Homepage des Bezirks www.giessen-handball.de nachzulesen sind.
 
Volkmar Köhler / 2 Fotos: Volkmar Köhler (vk)
 

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